Basiswissen Förderdiagnostik

Hier geht es um Basiswissen, wie der Name sagt: Was ist Förderdiagnostik? Wie funktioniert sie? Wer wendet sie an?

Früher nannte man die Pubertät den „Zweiten Gestaltwandel“ – es gibt also auch einen ersten, der aber im Gegensatz zum allgegenwärtigen Thema Pubertier bei Eltern kaum noch Beachtung findet. Dabei ist der sog. „Erste Gestaltwandel“, die Veränderung vom Kindergartenkind zum schulreifen Kind, eine wichtige Phase. Wer...

Höher geistige Funktionen oder Leistungen wie Lesen und Schreiben gelingen uns nur – so behaupten es zumindest die Neuropsychologen –, wenn sich eine Vielzahl von Teilfunktionen zu einem integrierten Gesamtsystem zusammenschließen. Im Zusammenhang mit Schriftsprache gehören selbstverständlich die Funktionen...

Eltern lesen häufig in ärztlichen Gutachten, dass ihr Kind neben einer Lese-Rechtschreibstörung oder Legasthenie auch noch eine „auditive Wahrnehmungsstörung“ bzw. eine „auditive Verabeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)“ habe. Seltener tauchen in diesem Zusammenhang „Störungen der visuellen Wahrnehmung“...

Nach unserem Artikel über Beobachterfehler wurden wir um eine konkrete Beispiele und Tipps für bessere Berichte und Gutachten gebeten. Hier sind sie: Eine diagnostisch verwertbare Verhaltensbeobachtung besteht schlicht und einfach aus beobachteten Verhaltensweisen. Der Beobachter konzentriert sich darauf, was zum...

In pädagogischen Gutachten kann man häufig unter der Überschrift „Verhaltensbeobachtung“ lesen: „Florian arbeitet meist konzentriert und planvoll“, „Marias Umgang mit Stift und Schere ist durchaus geschickt“ oder „Dieter fällt es schwer, die eigenen Emotionen sozial angemessen zu steuern“. Bei...

Als Psychologe und Diagnostiker neigt man dazu, die Frage nach der Bedeutung des Fehlers nicht besonders ernst zu nehmen. Das Beachten und Analysieren der Fehler, des Fehlerhaften ist in der Diagnostik etwas Selbstverständliches, es gehört zu ihrem Selbstverständnis. Diagnostik ohne Fehler ist schlichtweg...

Der junge Jean Piaget reiste einst nach Paris, um bei den damals berühmten Intelligenzforschen Simon und Binet ein Praktikum zu absolvieren. Die beiden hatten gerade den ersten Intelligenztest entwickelt und suchten jemanden, der die eher langweilige Aufgabe übernahm, den neuen Test bei möglichst vielen Kindern...

Wir alle waren in der Schule und haben den Satz „Wer Fehler macht, ist dumm“ tief verinnerlicht. Schnell wurde oberstes Ziel, Fehler um jeden Preis zu vermeiden, besonders, wenn wir diese Erfahrung machten: Der Lehrer lehrt mit einer bewährten Methode etwas Neues. Dann erhalten die Schüler die Möglichkeit, das...

Ein Blick in die Geschichte der Pädagogik zeigt, dass man den Begriff „Fehler“  bis in die 1930er Jahre eher im Sinne eines Verhaltensfehlers, zur Kennzeichnung eines Fehlverhaltens verwendete. Danach erst wandelte sich die Bedeutung zum Lern- und Leistungsfehler im Unterricht. In den zwanziger und dreißiger Jahren...

Manche Leute behaupten, es sei schon Diskriminierung, ein Kind überhaupt ”behindert“ zu nennen. Alle Bemühungen, durch neue Bezeichnungen mehr Akzeptanz zu schaffen, konnten aber bislang nicht verhindern, dass viele Eltern gar kein behindertes Kind haben möchten. Man denke nur an die aktuelle Gerichtsentscheidung...