Erkenntnistheorie

Hier geht es um das philosophische Fundament der Förderdiagnostik, um rationalistische Denkmuster und um Irrtümer philosophischer Schulen sowie deren Auswirkungen auf Förderdiagnostik.

Nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft aus der Fußball-WM wurde heftig geklagt, die hochbezahlten Profisportler hätten nicht genug Leistung gebracht. Völlig unpädagogisch hagelte es in der Presse Bewertungen wie „Schande“,“peinlich“ und dergleichen. Wo bleibt da die Einfühlung in das persönliche Bemühen? War...

Eltern lesen häufig in ärztlichen Gutachten, dass ihr Kind neben einer Lese-Rechtschreibstörung oder Legasthenie auch noch eine „auditive Wahrnehmungsstörung“ bzw. eine „auditive Verabeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)“ habe. Seltener tauchen in diesem Zusammenhang „Störungen der visuellen Wahrnehmung“...

In pädagogischen Gutachten kann man häufig unter der Überschrift „Verhaltensbeobachtung“ lesen: „Florian arbeitet meist konzentriert und planvoll“, „Marias Umgang mit Stift und Schere ist durchaus geschickt“ oder „Dieter fällt es schwer, die eigenen Emotionen sozial angemessen zu steuern“. Bei...

Als Psychologe und Diagnostiker neigt man dazu, die Frage nach der Bedeutung des Fehlers nicht besonders ernst zu nehmen. Das Beachten und Analysieren der Fehler, des Fehlerhaften ist in der Diagnostik etwas Selbstverständliches, es gehört zu ihrem Selbstverständnis. Diagnostik ohne Fehler ist schlichtweg...

All diejenigen, die erwarteten, dass nach dem ersten Wirbel um Kuno-Schmuno eine rege Diskussion im sonderpädagogischen Land in Gang käme, wurden in den letzten Wochen ein wenig enttäuscht. Zur Erinnerung: Zwei Professoren der Sonderpädagogik wollten beweisen, dass selbst sinnlose „Forschungsergebnisse“ blindlings...

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift für Heilpädagogik berichten Katja Koch und Stephan Ellinger über die Evaluierung eines Förderprogramms für benachteiligte Kinder. Das Besondere an diesem Forschungsbericht ist, dass ihn die beiden komplett frei erfunden haben. Alles erstunken und erlogen, inhaltsleere...

Wenn ein Kind Probleme im Rechnen hat, denken viele Erwachsene, man müsse das Rechnen „anschaulicher“ machen. Also darf das Kind alle Rechnungen „mit Material legen“. Das ist aber nur sinnvoll, wenn das Material die Rechenoperationen klar und abstrakt darzustellen und mitzudenken hilft. Wenn man hingegen Hantieren mit...

Wer hat nicht schon erlebt, dass man notwendige, Compliance einfordernde Elternbegleitung unterlässt? Mit Schrecken festgestellt, dass er mannigfaltige Entschuldigungen für elterliches Prokrastinieren hinnimmt, da ein unproduktives, aber sentimentales „Mitleid“ einen selbst hemmt und das eigene, bequeme...

Zugegeben, es ist nur einer Fernsehsendung – dennoch gibt es hier für Pädagogen manches zu lernen. Zum Beispiel, wie wichtig gerade in sozialen Berufen eine nüchterne Distanz zum Klienten ist und dass man manchmal riskieren muss, sich unbeliebt zu machen. Bei Dr. House wird in jeder Folge deutlich, dass seine Arbeit...

Pädagogen sind ganz große Tänzer. Eiertänzer. Denn klare Ansagen sind ungewohnt, sogar verpöhnt. Das geht soweit, dass kürzlich in der Interpretation einer Studie, die klar den Vorteil autoritativer Führung besonders für Buben zeigte, den Jungs ein psychisches Problem unterstellt wurde: Sie sind nicht weiblich...