Beiträge von Erwin Breitenbach

Ein Blick in die Geschichte der Pädagogik zeigt, dass man den Begriff „Fehler“  bis in die 1930er Jahre eher im Sinne eines Verhaltensfehlers, zur Kennzeichnung eines Fehlverhaltens verwendete. Danach erst wandelte sich die Bedeutung zum Lern- und Leistungsfehler im Unterricht. In den zwanziger und dreißiger Jahren...

Streit und Ärger im Zusammenhang mit den Hausaufgaben ist in den Medien ein unerschöpfliches Thema. In regelmäßigen Abständen erhalten die angeblich geplagten Eltern von Journalisten, Schulpsychologen und allen, die sich sonst noch dazu berufen fühlen, Tipps zum stress- und streitfreien Umgang mit den...

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift für Heilpädagogik berichten Katja Koch und Stephan Ellinger über die Evaluierung eines Förderprogramms für benachteiligte Kinder. Das Besondere an diesem Forschungsbericht ist, dass ihn die beiden komplett frei erfunden haben. Alles erstunken und erlogen, inhaltsleere...

Im Stundenplan einer Grundschulklasse lesen wir: „Montag, 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr: Inklusion“. Und zwar „für einzelne Kinder und nur nach Absprache mit den Eltern“, wie eine Fußnote erläutert. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik und verweist auf ein, nunja, eigenwilliges Verständnis von Inklusion, dass in dieser...

„Die Psychologen wissen nicht, was Intelligenz ist, aber sie können sie messen – ha, ha, ha, selten so gelacht!“. Mit solchen oder ähnlichen Sprüchen machen sich Laien, Pädagogen, aber auch Psychologen selbst gerne über die Intelligenz und ihre Erforschung lustig. Sie erwecken damit den Eindruck, es handle...

Wie gut, wie brauchbar und angemessen sind eigentlich die einzelnen Aufgaben oder Items in einem psychologischen Test? Wenn ich in Fortbildungen zum Thema Förderdiagnostik psychologische Tests vorstelle, kann ich sicher sein, dass die ersten kritischen Anmerkungen sich auf die Qualität der Aufgaben oder Items...

Wenn ein neuer psychologischer Test fast fertig ist, wird er nocheinmal anhand von drei großen Gütekriterien geprüft: Er soll objektiv sein, also unabhängig vom Anwender. Er soll reliabel sein, das getestete Merkmal stets verlässlich messen. Und er soll valide sein, also wirklich das messen, was er zu messen...

Zu jedem psychologischen Test gehört ein Testhandbuch, das aus drei Teilen besteht. Im dritten und letzten Teil findet der Leser die vielen nach Altersgruppen geordneten Normtabellen, mit deren Hilfe die erbrachte Testleistung als altersgemäß oder als über- oder unterdurchschnittlich bewertet werden kann. Der...

Die Item-Response-Theorie (IRT) stellt in gewisser Weise eine Antwort auf die Kritik an der Klassischen Testtheorie (KTT) dar. Sie beruht auf strengeren, empirisch überprüfbaren Annahmen. „Item-Response“ meint die Itembeantwortung und weist daraufhin, dass hier der Testwert aus der Beantwortung eines Items ermittelt...

Wie entstehen eigentlich genormte Testverfahren wie Intelligenztests, Rechen- oder Schulleistungstests? Was unterscheidet ein solides Testverfahren von schulischen Prüfungen oder selbst zusammengestellten Aufgaben? Und warum liefert ein Test nie ein „exaktes“, wohl aber ein zuverlässiges Ergebnis? Während viele...