Beiträge von Erwin Breitenbach

Kinder aktiv zu fördern, ist nicht nur wegen der eigentlichen Lerninhalte wie Feinmotorik, Aussprache, rechnerisches Denken etc. sinnvoll. Darüber hinaus machen Kinder bei allem angeleiteten Arbeiten im Kindergarten, ganz egal in welchem Lern- oder Entwicklungsbereich, tiefgreifende Erfahrungen, die ihr gesamtes...

Dass ein zählendes Rechnen ein Irrweg in der Förderung rechenschwacher Kinder ist, bestätigt auch der Mathematikdidaktiker Jens Holger Lorenz in einem aktuellen Fachartikel zum „Fingerrechnen aus didaktischer Sicht“. Obwohl die Finger durchaus ein wichtiges Hilfsmittel im Umgang mit Zahlen in einer bestimmten...

Eine inklusive Diagnostik ist logisch nicht denkbar, es kann sie nicht geben. Was es allerdings unbedingt geben muss, ist eine Diagnostik im inklusiven Unterricht. Was die „reine Lehre“ der schulischen Inklusion fordert und behauptet, ist nicht mit den Grundannahmen der pädagogisch-psychologischen Diagnostik vereinbar....

Viele didaktische Ansätze zum Erwerb der Schriftsprache stellen die Kreativität in den Vordergrund. Sie räumen den Kindern deshalb auch viele Freiheiten beim Erlernen der Schriftsprache ein, anstatt ihnen die Rechtschreibregeln zu vermitteln und diese mit ihnen gründlich einzuüben. Eine neue Einzelfallstudie...

Wie verteilt man Hilfen, wenn niemand „hilfsbedürftig“ heißen darf? Auch im Wunderland der Inklusion entsteht bei der Zuteilung zusätzlicher (vor allem sonderpädagogischer) Ressourcen das sogenannte Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma. Das heißt: Auch hier muss notgedrungen jemand feststellen, welches Kind...

Heute geht es um eine weitere Lieblingsidee der Inklusionsbefürworter: Jegliche Bewertung kindlicher Leistungen wird abgelehnt. Kindliches Verhalten darf nach ihrer Vorstellung nicht mehr mit mit Normen oder Standards verglichen werden. Diese Idee ist eng mit dem Konzept der Dekategorisierung verbunden, von dem der...

Vertreter der reinen Inklusionslehre fordern vehement, tradierte Kategorisierungen durch die Idee eines unteilbaren Spektrums individueller Unterschiedlichkeit zu ersetzen. Unvermeidbar sei eine Loslösung von der Systematik der sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und damit auch einen Verzicht auf...

Der weit verbreitete und gerne benutzte Leitsatz: „es ist normal, verschieden zu sein“, schwebt über der Debatte um die Inklusion und dient als allgegenwärtige und unhinterfragte Begründung für die schulische Gemeinsamkeit aller Kinder, das gemeinsame Lernen in heterogenen Gruppen. Sie ist mit der festen...

Dies ist der zweite Teil der Reihe „Testdiagnostik“. Heute geht es um eine nüchterne Abwägung zu den Vor- und Nachteilen von Testverfahren (Intelligenztests und andere). Nach Meinung fachkundiger Kritiker sind folgende wichtige Nachteile der psychologischen Tests zu nennen: Das Augenmerk psychologischer Tests richtet...

Gibt es tatsächlich eine neue inklusive Diagnostik oder lediglich eine Diagnostik im inklusiven Unterricht, die der bisherigen pädagogisch-psychologischen Diagnostik zum Verwechseln ähnlich sieht? Die Bildungsjournalistin und ehemalige Bildungspolitikerin Brigitte Schumann behauptet unter Bezug auf das Gutachten...