Gibt es tatsächlich eine neue inklusive Diagnostik oder lediglich eine Diagnostik im inklusiven Unterricht, die der bisherigen pädagogisch-psychologischen Diagnostik zum Verwechseln ähnlich sieht?

Die Bildungsjournalistin und ehemalige Bildungspolitikerin Brigitte Schumann behauptet unter Bezug auf das Gutachten des Grundschulverbandes „Inklusive Bildung in der Primarstufe“, eine inklusive Bildung brauche selbstverständlich auch eine inklusive Diagnostik, die sich logischerweise an den zentralen Prinzipien einer inklusiven Pädagogik orientiere und ausrichte.

Konzepte zur inklusiven Diagnostik basieren auf dem Inklusionsbegriff, der aber keineswegs klar und eindeutig gefasst ist, sondern aus erheblich variierenden Vorstellungen besteht, die von moderaten und relativierenden bis hin zu allumfassend totalitären Interpretationen der UN-Konvention reichen. Es verwundert somit niemanden, dass die inklusive Diagnostik ebenfalls wie die Inklusion in einem recht großen Bedeutungsspektrum diskutiert wird: totale Ablehnung auf der einen und verstärkte Bedeutung in zunehmend heterogenen Lerngruppen auf der anderen Seite.
In den folgenden Wochen werden in mehreren Artikeln die zentralen Aussagen und Forderungen der Inklusionspädagogik daraufhin geprüft, inwieweit sie mit den Strategien und Prinzipien der pädagogisch-psychologischen Diagnostik vereinbar sind.

 

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Weiterführende Literatur: